Verzinkte Bleche

Material-Kenndaten

Feuer-verzinkte Blechen stellen Mehrschichten-Material dar, in dem optimale Eigenschaften vom Stahl (siehe physikalische Parameter) mit Schutzwirkung der Zinkschicht kombiniert sind.  Feuer-verzinkte stahl wird auf kontinuierliche Weise hergestellt. Das kaltgewalzte Stahlblech als Grundmaterial wird auf kontinuierliche Weise gereinigt, glüht und im schmelzflüssigen Zink-Bad verzinkt. Die doppelseitige Zink-Beschichtung hat seine mittels Düsen-Abstreifen eingestellte Dicke.

Oberflächenbehandlungen

Zink-Schicht-Gewicht bei Feuer-verzinkte Blechen ist für beide Seiten 60-450 g/m2. Das Gewicht ist in Material-Bezeichnungen angegeben, z.B. DX51D + Z275  ist ein Blech aus Stahl DX51D (siehe physikalische Parameter) und Zink-Schicht-Gewicht 275 g/m2. Zink-Schicht-Dicke beträgt 10 - 25 µm. Während einer Aushärtung des Zinks wird typische Oberflächenstruktur gebildet,  so genannte Zink-Blüte. Die Größe von Zink-Blüten kann man durch gezielte Beeinflussung der trocknenden Zink-Schicht, bzw. durch chemische Zusammensetzung des Zink-Bades steuern. Auf diese Weise kann man entweder eine Oberfläche ohne Zink-Blüte, oder eine Oberfläche mit Zink-Blüten erzielen. Übliche Zink-Blüte dieser Ausführung kann man durch Nicht- Beeinflussung der trocknenden Zink-Schicht erwerben.

Kleine Zink-Blüte
Durch gezielte Beeinflussung der trocknenden Zink-Schicht werden große Mengen von kleinen Zink-Blüten entstehen. Damit wird eine Oberfläche mit gleichförmigem Ansehen erzielt.

Zusätzlicher Walzvorgang
Durch diesen zusätzlichen Vorgang werden Zink-Blüte in deren oberer Schicht ausgeglichen.  Auf diese Weise wird eine gleichförmige grau matte Oberfläche erzielt. Kunststoff-Schichten stellen weitere Oberflächenbehandlung dar. Weil die Feuer-verzinkte Stahlbleche mit Kunststoff-Schichten das meistens benutzte Material im DEKMETAL-System darstellen, werden deren Eigenschaften im separaten Teil "Bleche mit organischer Beschichtung" beschreiben.

Verbinden
Man kann problemlos klassische Weise der Verbindung benutzen, z.B. Nieten, Schraubenverbindungen, Bördelstanzen, usw. Die Zink-Schutzwirkung kann auf diese Weisen nicht bedroht werden. In Fällen von Verbindungen mit anderen Metallen ist darauf zu achten, dass durchs Entstehen einer elektrochemischen Zelle Gefahren von Kontaktkorrosion drohen.

Schweißen
Übliche Methoden vom Schmelzschweißen sind auch bei verzinkten Blechen zu benutzen.  Jedoch die Zink-Schicht in Schweißstelle wird zerstört.  Deshalb wird es empfohlen, zusätzlicher Schutz mit einen Zink-Anstrich durchzuführen. Es wird vielmehr Widerstandsschweißen empfohlen, weil die Korrosionsschutz ziemlich erhalten ist.

Lebensdauer und Korrosion

Schutzparameter der Zink-Schicht
Schon nach kurzer Zeit wird eine graue stark haftende Schicht durch Oxidation vom Zink gebildet - so genannter  Zink-Edelrost. Diese Schicht wird andauernd auf äußerer Seite abgebaut und zugleich aus unterliegendem Zink nachgefüllt. Zeitdauer dieses Schutzes wird also von Dicke der Zink-Schicht und Parametern der äußeren Umgebung abhängig.

Weißer Rost

Weißer Rost stellt weißes, unerwünschtes, umfassendes und schlecht haftendes Produkt der Zink-Korrosion dar. Der kann infolge ungünstiger Bedingungen beim Transport und bei Lagerung entstehen, z.B. bei größeren Temperaturunterschieden. Durch kapillare Wirkungen bei dich aufeinander liegenden Blechen dringt kondensiertes  Wasser tief in die Stapel der Bleche oder Rollen durch. Dabei entsteht Zink-Edelrost, jedoch das Wasser kann wegen unzulässiger Luft-Ventilation nicht verdampft werden. Damit wird diese Zink-Edelrost-Schicht sehr schnell abgebaut und der weiße Rost entsteht. Kleinere Menge vom weißen Rost hat keine bedeutende Wirkung auf den Korrosionschutz. Jedoch ist er für seines Ansehen unerwünscht. Um Oberfläche-Beschädigungen durch weißen Rost während Transports und Lagerung zu vermeiden, kann man der Zink-Band durchs Zink-Tauchen, Chromatieren oder Öl-Schicht gesichert.

Kathodischer Schutz

Der kathodischer Schutz stellt einen Schutzvorgang der Zink-Schicht dar, der besteht in Transfer von Zink-Ionen auf beschädigten Teil des Stahlblechs. Durch Wirkungen von Regenwasser, Kondensaten und anderen Elektrolytflüssigkeiten wird galvanische Zelle zwischen unterschiedlichen Metallen entstehen.  Es gibt einen Spannungsunterschied hier und weniger edles Metall (Zink) wird als Anode in die Lösung übergangen.  Es bedeutet, dass Zink sich bezüglich der normalen Spannung als verzehrende Anode aufführt und das Grundmaterial schützt.
 
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Physikalische Kenndaten

Bezüglich Anforderungen auf Benutzung von Stahlblechen in DEKMETAL - Systemen wird man für Beschreibungen und physikalische Kenndaten vom Stahl zwei Typen vom Stahl und entsprechende Normen benutzen. Weiche Stähle fürs Kaltumformen - Norm EN 10 327.

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